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Köln von A bis Z und die Stadtführungen von Köln auf Deutsch mit Ihrem Guide
Hahnentor KölnKöln Fischermarkt

Sehenswürdigkeiten der Stadt Köln

Hier stellen wir einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Köln vor. Sie finden Wissenswertes über ihre Geschichte und praktische Infos für Besucher. So können Sie entscheiden, was Sie bei Ihrem Besuch unbedingt sehen möchten.
Oder wenden Sie sich einfach an unseren Guide vor Ort, um einen Termin für Ihre persönliche Stadtführung zu vereinbaren.

Historisches Kölner Rathaus Gürzenich Kölner Dom Die zwölf romanische Kirchen St. Kunibert St. Maria im Kapitol Groß St. Martin Ubiermonument & die römische Vergangenheit Kölns Festungsring von Köln Historische Altstadt & Fischermarkt Severin & Südstadt Kölnisch Wasser Zeughaus Die Geschichte der Stadt Köln

Historisches Kölner Rathaus

Historisches Kölner Rathaus

Das erhaltene Historische Rathaus besteht aus drei Gebäuden aus dem 14. – 16. Jhd. Um das Jahr 1330 begannen die Kölner mit dem „langen Saal“, der im 19. Jahrhundert „Hansasaal“ genannt wurde. Im Jahr 1367 war in diesem Saal eine Versammlung der Hansestädte. Innerhalb von sieben Jahren (1407-1414) wurde der Ratsturm errichtet und war mit seinen 61 m höher als der damals unvollendete Südturm des Doms. Im 16. Jahrhundert errichtete Wilhelm Vernukken ab 1569 die Renaissancelaube. Ehe in den 1950er Jahren der „Spanische Bau“ neu errichtet wurde, fanden Archäologen Überreste des römischen Statthalterpalastes, das Praetorium. Dieses kann besichtigt werden.

An der Ostseite des Ratsturms zum Alter Markt hin erblicken Sie unter der Uhr einen geschnitzten Kopf, den „Platz-Jabbeck“. Er ist seit dem 15. Jahrhundert belegt. Die Skulptur streckt jede volle Stunde seine Zunge heraus (Glockenspiel um 9h 12h 15h 18h). Damit zeigte der Rat auch sein Selbstbewusstsein gegenüber anderen.

Köln Guide

Öffnungszeit des Rathauses:
• Montag, Mittwoch, Donnerstag: 8-16h
• Dienstag 8-18 Uhr Freitag 8-12h

Adresse:
• Rathausplatz 2 - 50667 Köln

Website: www.stadt-koeln.de

Gürzenich

Gürzenich Köln

Der Gürzenich ist bis heute ein berühmter Tanz- und Festsaal in der Stadt Köln. Vor allem in der Karnevalszeit finden hier viele Karnevalsveranstaltungen statt. Der Gürzenich wurde im 15. Jahrhundert (1441-1447) auf dem Grundstück einer Adelsfamilie aus Gürzenich erbau. Es war lange zeit der größte deutsche Tanz- und Festsaal. Daher fanden bis 1531 hier einige Reichstage und Fürstenversammlungen statt. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde der Gürzenich wieder aufgebaut.

Die angrenzende frühere gotische Kirche Alt St. Alban wurde dagegen nicht aufgebaut. Sie bleibt als Ruine erhalten und symbolisiert mit der Skulpturengruppe „Die trauernden Eltern“ von Käthe Kollwitz die dunkle Seite des Lebens mit Trauer, Tod und Zerstörung. Der Gürzenich steht für die helle Seite des Lebens mit Tanz, Musik und Festlichkeiten.

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Öffnungszeit:
• Kann nur während einer Veranstaltung besucht werden.

Tipps:
• Der Gürzenich wird für Kongresse und Veranstaltungen genutzt. Informationen zur Raumvermietung finden Sie unter www.koelnkongress.de

Adresse:
• Martinstraße 29-37 - 50667 Köln

Kölner Dom

Kölner Dom Köln

Der gotische Dom in Köln zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Sakralbau, der im Jahr 1248 für die Gebeine (Reliquien) der Weisen aus dem Morgenlande gegründet wurde, konnte erst nach 632 Jahren 1880 – und einem Baustopp von etwa 300 Jahren – vollendet werden.

Die Geschichte: Warum wurde der heutige Kölner gotische Dom für die „Heiligen Drei Könige“ errichtet? Der Kölner Dom beherbergt – im Dreikönigenschrein - die Reliquien der „Heiligen Drei Könige“ – genauer der „Weisen aus dem Morgenlande“. Diese Reliquien fand die Mutter des römischen Kaisers Konstantin d. Gr. zu Beginn des 4. Jahrhunderts bei Bethlehem. Wenig später wurden sie bereits von Konstantinopel (heute Istanbul) nach Mailand gebracht. Nach der Eroberung Mailands (im 12. Jh.) übergab der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa seinem Reichskanzler – dem Kölner Erzbischof -, der ihn bei der Eroberung Mailands unterstützt hatte, als „Dankeschön“ für die Kriegsunterstützung, das Wichtigste, das Mailand als Kriegsbeute zu bieten hatte: Die Reliquien der „Weisen aus dem Morgenlande“.

Nachdem der Dreikönigenschrein nach 50 Jahren Bauzeit fertig gestellt war, brauchten die Kölner eine angemessene Grablege. Daher rissen sie peu à peu den alten (karolingischen) Dom ab und legten 1248 den Grundstein für den neuen (französischen / gotischen) Dom. Nach etwa 300 Jahren stellten die Kölner im Jahr 1560 die Dombauarbeiten ein, überdachten den „Rohbau“ provisorisch“ und bauten ihn erst in der Zeit der Romantik im 19. Jh. Weiter. Damals entdeckten die Menschen das Mittelalter wieder und begannen „neugotisch“ zu bauen. Nachdem die Brüder Boiserée die mittelalterlichen Baupläne wiedergefunden hatten, konnte die Domvollendung 1842 in Angriff genommen. Im Jahr 1880 wurde der Dom offiziell geweiht.
Sehenswerte Ausstattungs-Objekte: Gero-Kreuz (etwa aus dem Jahr 970) ältestes Großkreuz (in Lebensgröße) der Christenheit. Altar der „Stadtpatrone“ von Stefan Lochner (etwa 1445). Etwa 10.000 m2 Fensterglas (vom 13. Jh. – 21. Jh.)

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Öffnungszeit:
• November bis April: 6-19,30h / Mai bis Oktober: 6-21h
Achtung - Während der Messen und anderer Zeremonien ist die Kathedrale ganz oder teilweise geschlossen.
• Auf der Seite des Kölner Doms finden Sie alle Zeiten Tag für Tag : www.koelner-dom.de
Turmbesteigung : Täglich 9-16h (Nov-Feb) 17h (März April-Oktober) 18h (Sommer)
Der Glockenturm bleibt jeden Sonntag und in den Ferien bis 12:30 Uhr geschlossen.
Der Eingang zum Turm befindet sich außerhalb der Kathedrale, rechts neben dem Haupteingang.

Eintrittspreise:
• Freier Eintritt in den Dom - 6 € für den Besuch der Schatzkammer (8 € mit dem Turm)
• Turmbesteigung: 5 € - Es gibt Familien und reduzierte Preise

Führung Kölner Dom Führung durch den Kölner Dom:
Tour-Agentur arrangiert individuelle Führungen durch den Dom (Dauer 1 h) oder in Verbindung mit einer Stadtführung „Köln von A bis Z“ (Dauer 2,5 h). - Alle Informationen auf Tour-Agentur

Die zwölf romanische Kirchen

basiliques

Im Mittelalter behaupteten die Kölner, so viele Kirchen wir Tage im Jahr zu haben. Nachweisbar sind immerhin an die 200 Kirchen und Kapellen. Da in allen Kirchen Reliquien aufbewahrt wurden, entwickelte sich Köln zu einem der wichtigsten Pilgerorte in Europa, neben Rom und Santiago de Compostela in Spanien. Köln erhielt daher auch bald den Namen „Dat hellige Kölle – Das heilige Köln“. Köln blieb auch zu Zeiten der Reformation rein katholische Stadt. Zurzeit der Säkularisation unter Napoleon wurden im 19. Jh. an die 150 Kirchen abgerissen. Damals sammelten Menschen, die den Wert die Kirchenschätze erkannten: So z.B. Ferdinand Franz Wallraf, Alexander Schnütgen die Brüder Boiserée. Einige gaben ihre Sammlung später der Stadt Köln (s. Wallraf-Richartz Museum; Museum Schnütgen).

Ein besonderes Kleinod sind zwölf erhaltene romanische Kirchen, die auf dem Gebiet der vier Quadratkilometer großen mittelalterlichen Stadt liegen – also alle innerhalb der „Ringstraße“. Jede romanische Kirche ist anders und hat ihre Besonderheiten.

Die zwölf romanische Kirchen von Köln:
- St. Andreas: frühere Herren-Stiftskirche zuerst erwähnt 974, heutiger Bau aus dem 13. Jh. – 15.Jh. mit gotischen Veränderungen; moderne Glasfenster von Prof. Markuz Lüpertz.
- St. Aposteln: frühere Herren-Stiftskirche mit Kleeblattchor; erste Weihe im Jahr 1025; moderne Wandmalereien im Kleeblattchor von Herrmann Gottfried.
- St.Cäcilien: zunächst Frauen-Stiftskirche, dann Klosterkirche, geweiht 1150; beherbergt heute das Schnütgen-Museum.
- St. Georg: frühere Herren-Stiftskirche, geweiht im Jahr 1060.
- St. Gereon: frühere Herren-Stiftskirche, erste Weihe im Jahr 1060; im 4. Jahrhundert entsteht hier bereits ein römischer Memorialbau, der noch gut sichtbar ist. Im 13. Jh. wurde der römische Sakralbau durch einen oktogonalen Schutzmantel geschützt. Das damalige Oktogon erhielt eine Kuppel, die zu den damaligen größten mittelalterlichen Kuppelbauten zählt. Moderne Glasfenster von Georg Meistermann und Wilhelm Buschulte.
- St. Maria im Kapitol: frühere Frauen-Stiftskirche, geweiht im Jahr 1065.
- St. Maria in Lyskirchen: einzige erhaltene romanische Pfarrkirche, 1220 geweiht; Deckenmalereien aus dem 13. Jahrhundert erhalten.
- Gross St. Martin: frühere Benediktinerkirche, erste Weihe im Jahr 1172.
- St. Kunibert: frühere Herren-Stiftskirche, letzte fertig gestellte romanische Kirche in Köln, geweiht im Jahr 1247; beherbergt die ältesten romanischen Glasfenster in Köln aus der Mitte des 13. Jh.
- St. Pantaleon: früheres Benediktinerkloster, geweiht im Jahr 980, Grablege der Kölner Erzbischofs und Reichskanzlers Bruno (gest. 965), Bruder des Kaisers Otto I. und Grablege der byzantinischen Prinzessin und späteren deutschen Kaiser Theophanus ( gestorben 991).
- St. Severin: frühere Herren-Stiftskirche; unter der Kirche befindet sich ein römisch-fränkisches Gräberfeld und die Fundamente der ersten Kirche aus dem 4. Jh. Diese Kirche wurde in den folgenden Jahrhunderten immer wieder vergrößert: letzte Weihe im Jahr 1273.
- St. Ursula: frühere Frauen-Stiftskirche, erste Weihe 1050, die „Goldene Kammer“ aus dem 16. Jh. ist eine einzigartige Reliquiensammlung aus dem Umkreis der Ursula-Legende

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Webseiten zu verschiedenen Kirchen:
Alle Kirchen sind in der Regel offen, aber zu sehr unterschiedlichen Zeiten. Besuchen Sie die Website der gewünschten Kirche oder die Website der Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V. www.romanische-kirchen-koeln.de.
St. Andreas - Web   •   St. Pantaleon - Web  •   St. Aposteln - Web  •   St. Ursula - Web   •   St. Gereon - Web   •   St. Maria im Kapitol - Web
St. Georg - Web   •   St. Cäcilien - Web   •   Gross St. Martin - Web   •   St. Maria in Lyskirchen - Web   •   St. Kunibert - Web   •   St. Severin - Web

Saint Kunibert

Sankt Kunibert kirche köln

Die spätromanische Kirche ist die letzte, die in Köln gebaut wurde. Sie esntstand zwicshen 1220 und 1260. Eine erste Weihe erfolgte im Jahr 1247, ein Jahr vor der Grundsteinlegung des gotischen Doms. Die dreitürmige Kirche ersetzte die ältere Clemeskirche, die Bischof Kunibert im 7. Jahrhudnert hatte errichten lassen. In St. Kunibert sind die ältesten romanischen Glasfenster in Köln aus der Mitte des 13. Jh. erhalten.

Von den gotischen Kirchen in Köln ist der Dom zu Maria und St. Peter die berühmteste und eine der größten Kirchen der Welt.

Köln Guide

Öffnungszeit:
• Die Basilika ist jeden Tag von 10 bis 18 Uhr für Gebet und seine Besichtigungen geöffnet.

Adresse:
• Kunibertsklostergasse 2 - 50668 Köln
www.gemeinden.erzbistum-koeln.de

Sainte-Marie-du-Capitole

Kirche Sankt Maria im Kapitol köln

Diese Kirche entstand im 11. Jahrhundert unter der Äbtissin Ida, der Enkelin der Kaiserin Theophanu, die in der romanischen Kirche St. Pantaleon ruht. Äbtissin Ida baute als erste in Deutschland eine Kleeblatt-Choranlage , nach dem Vorbild der Geburtskirche in Bethlehem. Unter der Choranlage ließ Äbtissin Ida die zweitgrößte deutsche Krypta bauen. Zur Weihe der Kirche wurden ihr 1064 zwei geschnitzte Holztürflügel geschenkt. Dies sind heute die ältesten Holztüren in Deutschland. Bereits im 8. Jahrundert errichtete die Gattin des Hausmeiers Pipin von Heristahl, Plektrudis über dem römischen Kopitolstempel für die obersten römischen Götter Juno und Minerva eine Kirche.

Köln Guide

Öffnungszeit:
• Normalerweise: Montag-Samstag 10-18h Sonntag 13-18h

Adresse:
• Marienplatz 17-19 - 50676 Köln
www.romanische-kirchen-koeln.de

Groß Sankt Martin

Romanische Kirche Großer St. Martin Köln

Der Große Sankt-Martin ist wie die Kirche St. Kunibert mit Blick auf den Rhein und liegt am Ufer des Flusses, am Fuße des Fischmarktes und südlich des Doms. Die 1172 geweihte Kirche wurde auf einem römischen Bauwerk errichtet, das zu Beginn der Kölner Geschichte auf einer Insel am Rhein stand. Da der Schutzheilige dieser Kirche der Heilige Martin von Tours (der beliebteste Heilige des Frankenreichs) ist, wird davon ausgegangen, dass an dieser Stelle bereits in einer früheren Zeit unter den Franken eine erste Kirche existierte. Es ist belegt, dass das erste dem Heiligen Martin geweihte Kloster aus Brunon (953-965) stammt, dem ersten Erzbischof des Erzbischofsfürstentums. Nach einem Brand und einer Rekonstruktion im 13. Jahrhundert wurde die heutige Kirche 1257 eingeweiht, obwohl einige Teile viel früher fertiggestellt wurden.

Im Krieg stark beschädigt, wurde die Kirche wiederaufgebaut und restauriert. Viele originale Objekte und Skulpturen gingen verloren. Heute können Sie einige seltene Stücke aus dem 12. und 15. Jahrhundert bewundern, darunter die Kreuzigungsgruppe und die Grablegungsgruppe aus dem späten 15. Jahrhundert.

Seit 2009 wurde Groß St. Martin nach über 200 Jahren erneut Klosterkirche. Die Kirche wurde vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner der aus Paris stammenden benediktinischen Gemeinschaft der Fraternité de Jérusalem übergeben. Diese gründete eine neue Niederlassung ihres Ordens mit vorerst zwölf Ordensbrüdern und -schwestern. Die Basilika ist offen von der Laudes am Morgen bis zur Vesper und zum Gottesdienst am Abend zugänglich.

Köln Guide

Öffnungszeit:
• Dienstag-Freitag 9h30-19h30 Uhr - Wochenende 10-19h30
Im August jeden Tag 14-18h - Auf dem untenstehenden Link finden Sie die Gebetszeiten und die Gottesdienste.

Adresse:
• An Groß St. Martin 9 - 50667 Köln
www.romanische-kirchen-koeln.de

Ubiermonument & die römische Vergangenheit Kölns

Mikwe Ubiermonument römisch köln

Nach dem 2. Weltkrieg entdeckten Archäologen beim Wiederaufbau der Stadt vieles aus der römischen CCAA (Colonia Claudia Ara Agrippinensium). Diesen Namen erhielt Köln mit den Stadtrechten im Jahr 50 n.Chr. Zuvor war hier die Siedlung der Ubier „Oppidum Ubiorum“. Die Ubier waren ein germanischer Stamm, der ursprünglich auf der rechten Rheinseite lebte. In diesem „Oppidum Ubiorum“ gab es bereits ium das Jahr 5 oder 6 n.Chr. ein Steinmonument, das die Archäologen das „Ubiermonument“ genannt haben, weil es in der Zeit der Ubier errichtet wurde, allerdings schufen die Römer das steinerne Monument. Bis zum heutigen Tag spekulieren die Wissenschaftlich, was die Funktion dieses Steinmonuments war.

Bei Wiederaufbau des „Spanischen Baus“ am Rathaus entdeckten die Archäologen in den 1950er Jahren Überreste des römischen Statthalterpalastes, des Praetoriums. Da Köln vom 1. Jh. n.Chr bis zum Ende der Römerzeit (Mitte 5. JH.) die Provinzhauptstadt von Niedergermanien war, gab es unterschiedliche Neubauten des Praetoriums. Weitere Überreste werden in der neuen archäologischen Zone am Rathaus vermutet. Bereits im 19. Jh. wurde der römische Abwasserkanal unter der Straße Kleine Budengasse entdeckt. Dieser kann auf etwa 140 m beim Besuch des Praetoriums mit besichtigt werden

In der neuen archäologische Zone am Rathaus graben die Wissenschaftler zurzeit das mittelalterliche jüdische Viertel mit der Synagoge aus. Es handelt sich dabei wohl um eine der ältesten mittelalterlichen deutschen Synagogen (zurzeit zwischen 8. bis 10. Jh. datiert). Bevor die Juden die Synagoge betraten, mussten sie sich in fließendem, reinigendem Wasser rituell säubern. Dieser Ort wird die Mikwe genannt.

Köln Guide

Öffnungszeit:
• Derzeit (2020) ist das Prätorium bis zur Eröffnung der archäologischen Zone MiQua geschlossen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten.

Adresse:
• Kleine Budengasse 1, 50667 Köln - Zone archéologique

Website: www.museenkoeln.de - www.miqua.lvr.de

Unterwelt köln Unterwelttour:
Tour-Agentur bietet Ihnen Führungen auf Deutsch durch die archäologische Zone und die römische Vergangenheit Kölns - Informationen und Buchung

Festungsring von Köln und seine Toren

Festungsring Köln Toren Ulrepforte

Da Köln im Jahr 50 n.Chr. die Stadtrechte erhielt, durften die Bürger alsbald mit der Errichtung einer Stadtmauer beginnen. Die Fundamente der etwa vier Kilometer langen Stadtmauer sind noch sher gut als Bodendenkmal erhalten, teilweise auch Überreste der sichtbaren Verteidigungsmauer.

Im 12. Jahrhundert war die mittelalterliche Stadt weit über die ein Quadratkilometer große einst römische Stadt gewachsen, so dass halbkreisförmig eine neue Stadtmauer errichtet wurde. Es war die längste der damaligen Zeit nördlich der Alpen. Geht man die etwa acht Kilometer lange Ringstraße entlang, kann man nicht nur Ausgeh- und Einkaufsmeilen entdecken, sondern auch Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Diese beginnt im Süden mit dem Bayenturm, bald gefolgt von der einstigen privaten Mühle auf der Stadtmauer, der Bottmühle. Am Chlodwigplatz liegt das südliche Haupttor der mittelalterlichen Stadtbefestigung, das Severinstor. Am Sachsenring sind weitere Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit Wachtürmen erhalten, ebenso am Hansaring im Nordwesten. Von den ursprünglich zwölf Stadttoren sind drei erhalten. Das Severinstor im Norden, das Pendant im Norden mit dem Eigelsteintor und im Westen an der Aachenerstraße mit dem Rudolfplatz das Hahnentor.

Als die Stadt durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert aus den Nähten platzte, wurde die störende mittelalterliche Stadtmauer abgerissen. Unter den neuen preußischen Herrschern war mittlerweile ein neuer Verteidigungsring (etwa 42 km lang) angelegt worden. Einige dieser preußischen Forts sind noch erhalten, so das Fort I im Süden in der Nähe der Alten Universität und das Fort X im Agnesviertel, in der Nähe des Oberlandesgerichts.

Historische Altstadt & Fischermarkt

 Altstadt Centre historique Fischermarkt cologne

Auf der einstigen römischen Insel zwischen dem heutigen Alter Markt mit den Historischen Rathaus (Link?) und dem Fischmarkt am Rheinufer erstreckt sich rund um die romanische Kirche Groß St. Martin die nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaute Altstadt. Einige er schmalfassadigen historischen Häuser sind erhalten geblieben, andere wurden in der früheren Größe wieder aufgebaut. Die Namen der engen Altstadtgasen lassen erraten, wer hier früher was handelte: Buttergasse, Fischmarkt, Salzgasse. Hier war das mittelalterliche Kaufmannsviertel nahe dem Rheinufer.

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Museen/Kultur:
Touristeninformation: Direkt am Dom - Kardinal-Höffner-Platz 1 - 50667 Cologne

Tipps:
• Die zu besuchenden Museen sind das Museum Wallraf (Alte Kunst), das Römisch-Germanische Museum sowie das Museum Ludwig (Moderne Kunst).
• Wir präsentieren Ihnen oben die Kirche des Großen Heiligen Martin
• Vergessen Sie nicht, einen Halt einzulegen um das bekannte Kölsch-Bier in einem kleinen 0,2 dl Glas zu genießen. In der Tradition, ohne Sie zu fragen, erhalten Sie ein neues, sobald es getrunken wurde. Auf unserer Restaurant-Seite präsentieren wir Ihnen die besten Kölsch-Brauereien

Severin & Südstadt

Quartier Severin Cologne

Im südlichen Teil der Altstadt (Altstadt-Süd) gelegen, ist das Vringsveedel (in Kölsch) ein Stadtteil, in dem Sie das wahre Kölsch-Flair der Stadt auch abseits touristischer Attraktionen erleben können. In der Einkaufsstraße der Severinstraße befindet sich die St. Severin-Kirche, eine der zwölf romanischen Basiliken in Köln mit Teilen aus dem 9. bis 15. Jahrhundert. Der Stadtteil verfügt über eines der vier Kölner Tore, die Severinstorburg (13.). Mit dem "längste Desch vun Kölle" findet jedes Jahr um Mitte September eines der größten Straßenfestivals in Deutschland statt.

Köln Guide

Museen/Kultur:
• Auf dem Severinskirchplatz erwartet Sie am Dienstag und Freitag von 10 bis 18 Uhr der Bio-Markt.
• Die Severinsstraße gilt in Köln als die nördlichste italienische Stadt!
Bürgerhaus Stollwerck : Ex-Schokoladenfabrik, heute eine kulturelle Institution

VringsveedelTour agentur Führung im Severinsviertel & Südstadt:
Die von der Tour-Agentur angebotene Führung durch den Vringsveedel ermöglicht es Ihnen, Köln aus der Perspektive seiner Bewohner zu erleben. Informationen und Buchung

Die Stadtführungen in Köln mit Tour-Agentur

Stadtführung Köln

Ihr privater Guide wird Sie anlässlich eines personalisierten Rundgangs, den Sie für sich und Ihre Familie bestellen können, gut beraten.

Une Eine Stadtführung auf Deutsch durch Köln ist der beste Weg, um eine Stadt wie Köln mit ihrer langen und spannenden Geschichte und vielen Sehenswürdigkeiten umfassend zu verstehen und zu schätzen. Eine Tour mit einem privaten Guide hat viele Vorteile; in Ihrem eigenen Tempo, Besichtigungen mit personalisierter Betreuung und Tipps.

Ilona Priebe und ein Team von professionellen und passionierten Stadtführern bieten Ihnen individuelle und private Führungen durch Köln sowie thematische Führungen an. Für Gruppen und Reisebüros bieten sie verschiedene Dienstleistungen und Führungen an, die auf Ihre Bedürfnisse angepasst sind.

Informationen Hier und Buchung Ihrer Stadtführung :

Per E-mail an service@tour-agentur.de oder telefonisch unter +49 (0)221. 93 272 63

Kölnisch Wasser

Kölnisch Wasser Maison Eau Cologne 4711

Im Jahr 1709 kam der Italiener Johann Maria Farina nach Köln und entwickelte ein völlig neues Destillierverfahren, mit dem er auch sehr leichte Düfte lösen konnte. Da die Menschen damals glaubten, Wasser sei gesundheitsschädlich, wuschen sie sich selten und benutzen lieber Parfüme. Mit seinem sündhaft teuren neuen Duft des „jungen italienischen Frühlings“ öffneten sich Farina die Adelstüren der Welt. Da ein kleines Fläschchen seiner Eau de Cologne umgerechnet etwa 10.000 Euro kostete, wurde es sehr bald in preisgünstigeren Varianten imitiert. Der Konkurrent Wilhelm Mühlens durfte sich schließlich nicht mehr „Farina an der Post“ nennen und nahm seine französische Hausnummer 4711 als Produktnamen.

Im Stammhaus des Johann Maria Farina am Gülichplatz können Sie im Duftmuseum die Geschichte der der Eau de Cologne erleben und begeben sich auf die Spuren des Johann Maria Farina, der das älteste Wirtschaftslogo in Deutschland schuf. Im 4711-Haus in der Glockengasse gibt es ebenfalls ein Museum, das sich der Geschichte des Kölnischen Wasser widmet

Köln Guide

• Das Haus Farina ist offen Montag-Samstag 10-19h, Sonntag 11-17h. Eintritt 5 € (Museum) - Obenmarspforten 21, 50667 Köln
• Das Dufthaus 4711: Montag-Freitag 9h30-18h30 Uhr, Samstag 9h30-18h - Glockengasse 4, 50667 Köln

Kölnisches Zeughaus

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Das Zeughaus wurde Ende des 16. Jahrhunderts errichtet, um der „Rüst- und Wehrzeug“ unterzubringen. Heute ist es das Kölner Stadtmuseum, dass die Geschichte er Stadt Köln vom Mittelalter bis heute lebendig werden lässt: Ein Stadtmodell zeigt Köln im Mittelalter mit seinen vielen Kirchen und dem unvollendeten Dom, es wird auf das Wirtschaftsleben aber auch den Alttag im Mittelalter sowie im 19 Jahrhundert zur Zeit der Industrialisierung eingegangen. Wie stark Köln im 2. Weltkrieg zerstört wurde wird in zahlreichen Fotos dokumentiert. Das neue Lebensgefühl der 1950er Jahre wird in typischen Luxusgütern der damaligen Zeit widergespiegelt.

Das Museum befindet sich derzeit (2020) in Renovierung und ist nur teilweise für Wechselausstellungen geöffnet.

www.koelnisches-stadtmuseum.de
• Zeughausstraße 1–3, 50667 Köln

Auch auf LatLon-Köln

Die anderen Seiten für Ihren Urlaub in Köln :
Das Agenda 2020 für Köln und Kultur
Alle Museen in Köln
Die Stadtführungen in Köln mit Tour-Agentur
Unsere Empfehlungen für Hotels und Restaurants
Praktische Informationen und die Stadt in Zahlen

Die Geschichte der Stadt Köln

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Die Geschichte einer Stadt kurz zusammenzufassen, ist bereits für die meisten Städte eine Herausforderung. Umso mehr ist es dies für die 2000jährige Geschichte der Stadt Köln der Fall. Für tiefer gehende und weiterführende Informationen verweisen wir daher auf die Enzyklopedie Wikipedia. Wenn Sie Texte berichtigen oder ergänzen möchten, schicken Sie uns eine eMail.

Stadtführungen mit Tour-Agentur
Um die umfangreiche Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt Köln in der gesamten Bedeutung zu erfassen und die übergreifenden Zusammenhänge zu verstehen, empfiehlt sich eine Stadterkundung mit einem ausgebildeten Stadtführer.

Geschichte der Stadt Köln :
Die 500 jährige Geschichte er Stadt Köln beginnt 57 v.Chr., als Julius Caesar während des gallischen Kriegs das Gebiet bis an den Rhein erobern kann. Der Rhein spielte als Grenzfluss zwischen der römischen linken Rheinseite und der germanischen rechten Rheinseite als Grenzfluss eine große Rolle. Da sollte auch für die nächsten 2000 Jahre so bleiben. Im Jahre 50 n.Chr. erhielt die Stadtrechte und den Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Ende der 1. Jh. n.Chr. wurde Köln Hauptstadt der Provinz Niedergermanien. Mitte des 5. Jahrhunderts eroberten die Franken endgültig die CCAA.
Zwischen dem 10. und dem 16. Jh. entwickelte sich Köln zur größten und reichsten Stadt in Deutschland. Auf etwa vier km2 lebten ca. 40.000 Menschen. Damit war Köln mit Abstand die größte deutsche Stadt. Die Kölner behaupteten, so viele Kirchen wir Tage im Jahr zu haben und wollten die größten Kirche der Welt bauen. Nachdem der Grundstein im Jahr 1248 gelegt wurde, wurden die Dombauarbeiten fast 300 Jahre später (1560) eingestellt und der Dom war unvollendet.
Mit der Entdeckung Amerikas hatte sich der Handel ans Meer verlagert und Köln verlor seine wirtschaftliche Vormachtstellung. Ende des 18. Jh. besetzte Napoleon mit seinen Soldaten das Rheinland und in den nächsten 20 Jahren zog auch in Köln die Neuzeit ein. Der Wiener Kongress teilte das Rheinland den Preußen zu. Die Industrialisierung setzte in Köln etwa Mitte des 19. Jh. ein und Köln wurde eine der führenden Wirtschaftszentren in Deutschland sowie die drittgrößte Stadt. Dies führte zur völligen Zerstörung der Stadt Köln im 2. Weltkrieg: Das Zentrum war 1945 zu etwa 95 Prozent zerstört. Der Wiederaufbau ging schnell und ohne größere Stadtplanung voran. Heute erstreckt sich das Kölner Stadtgebiet auf 400 km2. Mit etwa 1.000.000 Einwohnern ist Köln die viertgrößte Stadt in Deutschland.

Weitere Informationen zur Geschichte der Stadt Köln

Vorrömische Zeit : Erste Siedlungshinweise auf dem heutigen Kölner Stadtgebiet fallen in die Altsteinzeit. Um 4500 v.Chr. zogen das milde Klima und der fruchtbare Boden Ackerbauern aus dem Donauraum an den Rhein. Ebenso gibt es mehrere Hinweise auf Siedlungen der Bandkeramiker (Ende 5. Jahrtausend, Anfang 4. Jahrtausend v.Chr.).

Römische Zeit : Die römische Epoche umfasst für Köln etwa 500 Jahre, vom 1. Jahrhundert v.Chr. bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts n.Chr. Um 57 v.Chr. eroberte der Statthalter Julius Caesar Gallien und verlegte die Grenze des römischen Reichs bis an den Rhein. Der Stamm der Eburonen, der auf dem Gebiet zwischen Maas, Rhein und Ardennen siedelte, wurde dabei ausgerottet. Von der rechten Rheinseite siedelten die Römer den Stamm der Ubier auf dem ehemaligen Gebiet der Eburonen an. Die Ubier kollaborierten mit den Römern. Dies brachte ihnen Feindseligkeiten der anderen germanischen Stämme auf der echten Rheinseite ein. Der erste Siedlungsname auf dem heutigen Kölner Stadtgebiet lautete „Oppidum Ubiorum“ (Siedlung der Ubier). Aus dieser Zeit stammt in Köln Deutschlands zweitältestes Steinmonument, das Ubiermonument, das auf das Jahr 5. oder 6 n.Chr. datiert werden kann. Die Feldherren Drusus, Tiberius und Varus versuchten zwischen 9 v.Chr. und 9 n.Chr. immer wieder die rechte Rheinseite zu erobern. Der Versuch endete vorerst mit der Niederlage des Varus im „Teutoburgerwald“, heute genauer lokalisiert auf die Ortschaft Kalkriese, 9 n.Chr. Die römische Armee erlebte mit zwei Legionen, etwa 10.000 – 12.000 Soldaten, eine ihrer größten Niederlagen überhaupt.

CCAA (50 n.Chr. – 454 n.Chr.) : 50 n.Chr. erhielt Köln die Stadtrechte und ist damit eine der ältesten Städt in Deutschland. Köln erhielt den Status einer „colonia“. Damit erhielt die Stadt fast so viele Rechte wie Rom. Fortan wurde die Stadt nach ihr benannt: Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Der lange Name ist eine kurzgefasste „Gründungsbezeichnung“: „Stadt römischen Rechts“ (colonia); „gegründet unter Kaiser Caudius“ (Claudia), mit einem Heiligtum/Altar (Ara) der Agrippinensier (Agrippinensium). Die Stadt wurde also in einem wesentlichen Element nach Agrippina d. Jüngeren benannt. Sie war die Tochter des Feldherrn Germanicus und Enkelin des Kaiser Augustus. In dritter Ehe heiratete sie ihren Onkel, den Kaiser Claudius, und erbat sich für ihren Geburtsort den Status einer „Colonia“. Dies geschah 50 n.Chr. Im gleichen Jahr erhob Claudius seinen Geburtsort Lyon in den Status einer Colonia. Im gesamten Römischen Reich gab es etwa 200 Städte mit diesem hohen Rechtsstatus. Aber kaum eine verwies namentlich auf eine Frau. Köln spielte folglich eine besondere Rolle. Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. (89 n.Chr) wurde Köln Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien (Germania inferior). Bereits zuvor spielte sich hier Weltpolitik ab, so bereits 69 n.Chr. (nach dem Tod des Kaisers Nero) Vitellius in der CCAA zum neuen Kaiser ausgerufen wurde. 98 n.Chr. erfuhr Trajan durch seinen Verwandten Hadrian, in der CCAA, dass sein Stiefvater Nerva in Rom ermordet worden war und er der neue Kaiser sei. Einige Monte regierte Trajan von Köln aus das Römische Reich. Die Überreste seines Palastes können Sie im Praetorium besichtigen.
Fortan spielte die CCAA im römischen Reich eine Rolle. Mit etwa einem Quadratkilometer Fläche und 15.000 – 20.000 Einwohner war die CCAA sehr groß. Überreste bedeutender römischer Gebäude gibt es noch heute: Die römische Stadtmauer, Reste eines römischen Stadttors, das Praetorium, römischer Abwasserkanal, Reste der römischen Eifelwasserleitung, Überreste der römischen Brücke, die im 4. Jh. zur Zeit Kaiser Konstantin d. Gr. gebaut wurde. Anfang des 4. Jh. ist bereits ein römischer Bischof in Köln belegt: Maternus. Seit der 2. Hälfte des 4. Jh. versuchten die Franken immer wieder, das linksrheinische Köln zu erobern. Im Jahr 545 n. Chr. gelingt dies.

Fränkische und karolingische Zeit (454-928) : Seit dem 4. Jh. hatte die Völkerwanderung eingesetzt und ganz Europa befand sich in Bewegung und veränderte sich ständig. Die römischen Städte und die römische Infrastruktur verfällt teilweise. Teils nutzten die Franken aber auch die römische Infrastruktur so z.B. das römische Praetorium als Königsresidenz. Verschiedene Stämme griffen Köln immer wieder im 6. Jh. an. Streitigkeiten in der Königsfamilie führte zu Machtverlust, die Regierungsgeschäfte wurden nach und nach von Adligen – den Hausmeiern – erledigt. Einer der mächtigsten Hausmeier im 8. Jh. war Pipin der Mittlere (oder Pipin von Heristal). Nach seinem Tod errichtete seine Gattin Plektrudis im römischen Kölner Kapitolstempel eine Kirche (um 717). Nach dem Tod Pipins (714) versuchte Plektrudis die Macht zu erhalten, die Pipins unehelicher Sohn Karl Martell für sich beansprucht. Der Sohn Karl Martells, Pipin der Jüngere, übernahm 751 die Macht und verlegte den Königssitz von Köln nach Aachen. Der Enkel Karl Martell geht als einer der bedeutendsten Kaiser des Abendlandes in die Geschichte ein: Karl der Große (748 – 814). In fränkischer Zeit gewannen vor allem die Kölner Bischöfe immer mehr Macht. Einer der bedeutendsten war Bischof Kunibert. Nach seinem Tod wurde er in der Kölner Clemenskirche bestattet, spätestens der Neubau wurde nach Kunibert benannt, die heutige romanische Kirche St. Kunibert.

Köln im Hoch- und Spätmittelalter : Karl d. Gr. erklärte Köln zu einem erzbischöflichen Sitz. Der fränkische Dom wurde durch den karolingischen Dom ersetzt. Durch den erzbischöflichen Sitz wurde Köln immer bedeutender und entwickelte sich seit dem 10. Jh. bis zum 16. Jh. zur größten und reichsten Stadt in Deutschland. Mitte des 10. Jh. ernannte Kaiser Otto I. seinen Bruder Bruno zum Erzbischof, der auch bald der weltliche Herrscher über die Stadt Köln wurde. Da die Kölner durch ihren wirtschaftlichen Erfolg mit der Zeit immer selbstbewusster wurden, gab es bis Ende des 13. Jh. ständige Auseinandersetzung zwischen dem Erzbischof als Stadtherrn und den Kölner Bürgern, die erst in der Schlacht zu Worringen 1288 geendet wurden.
Nach der Eroberung der abtrünnigen Stadt Mailand überließ Kaiser Friedrich Barbarossa seinem Reichskanzler, dem Kölner Erzbischof die Reliquien der so genannten Hl. Drei Könige. Diese waren Ende des 4. Jh. nach Mailand gebracht worden, nachdem die Mutter des Kaisers Konstantin d. Gr. sie Anfang des 4. Jh. bei Bethlehem entdeckte. Für diese wichtigsten Reliquien der Christenheit wurde der Goldschmied Nikolaus von Verdun beauftragt einen Schrein zu schaffen. Nachdem dieser nach etwa 50 Jahren fertig gestellt war, wurde im Jahr 1248 der Grundstein für eine angemessene Grabstätte gelegt: der heutige gotische Dom St. Peter und Maria. Durch diese Reliquien entwickelte sich Köln zu einer der bedeutendsten Pilgerstätten im christlichen Europa neben Rom und Santiago de Compostela in Spanien. Immer mehr Menschen, Geistliche, Kaufleute und Handwerker suchten ihre Existenz im „hellige Kölle“. Ende des 12. Jh. erweiterten die Kölner das Stadtgebiet und errichteten mit acht Kilometern die längste Stadtbefestigung nördlich der Alpen an. Diese Stadtmauer gab den Kölner für die nächsten 700 Jahre Schutz.
Kurz nach der Grundsteinlegung zum neuen Dom erteilte Erzbischof Konrad von Hochstaden den Kölner das Stapelrecht (1259). Durch dieses wirtschaftliche Privileg, alle Waren, die nach Köln kamen für drei Tage zu „stapeln“ (lagern) und dafür eine Abgabe zu verlangen, wurde Köln eine der reichsten Städte in Deutschland. Außerdem hatten die Kölner Kaufleute durch das Stapelrecht das Vorkaufsrecht und verfügten daher immer über hervorragende Qualitätswaren.

Die Reichstadt Köln (1288 – 1794) : Als die Kölner 1288 nach der Schlacht zu Worringen auf der Siegerseite standen und der Kölner Erzbischof auf der Verliererseite, konnten die Kölner den Erzbischof schließlich zwingen, auf seine Macht als Stadtherr zu verzichten. Fortan war der Sitz des Kölner Erzbischofs – bis zu Beginn des 19. Jh. – in Bonn. Köln war seit 1288 de facto freie Reichsstadt, de jure wurde dies erst 1475 besiegelt.
Im Sommer 1349 brach in Köln die Pest der, der viele Kölner zum Opfer fielen. In der Nacht vom 23. auf den 24. August 1349 ermordeten die Kölner in einer Pogromnacht alle Juden und zerstörten ihr Viertel. Die Juden kamen aber einige Jahre später wieder in die Handelsstadt, die ihnen eine wirtschaftliche Existenz bot, zurück. Allerdings mussten sie Köln endgültig 1424 verlassen. 1367 tagten die Hansestädte im Kölner Rathaus und bildeten eine Konföderation gegen den dänischen König Valdemar IV.
1388 gründeten die selbstbewussten Kölner die erste deutsche bürgerliche Universität. Die bisherigen Universitäten, die auf damaligen deutschem Territorium existierten (Prag, Wien, Heidelberg, Erfurt), waren durch die Kirche oder einen weltlichen Fürsten gegründet worden. 1798 schlossen die Franzosen die Kölner Universität.
1396 konnten die Kölner eine städtische Verfassung durchsetzen, den Verbundbrief. In Gaffeln (politischen Vertretungen) waren Kaufleute und Handwerker (aber keine Geistliche) organisiert und 49 Ratsherren regierten mit zwei Bürgermeistern die Stadt. Der Verbundbrief blieb bis zur Franzosenzeit 1797 in Kraft.
1397 bestätigte der Kölner Rat vier Frauenzünfte: Garnmacherinnen, Seidspinnerinnen, Seidmacherinnen und Goldspinnerinnen. Die Frauen in diesen Zünften konnten einen Meisterbreif erwerben und selbstständig einen Betreib führen. Außer in Köln gab es in Paris und Zürich Frauenzünfte .Auch wenn die Frauen wirtschaftlich selbstständig handeln konnten, mussten sie sich politisch durch einen Ratsherrn im Rat vertreten lassen.
Ab dem 13./14. Jh. lebten etwa 40.000 Menschen in Köln. Damit war Köln mit Abstand die größte Stadt in Deutschland. Durch die vielen Kirchen – etwa 200 - war Köln auch eine Kunstmetropole von europäischem Rang. Viele Werke können heute im Wallraf-Richartz-Museum und im Schnütgen-Museum bewundert werden. Einer der bedeutendsten Maler im 15. Jh. war Stefan Lochner (gest. 1451).
Mit der Entdeckung Amerikas verlagerte sich der Handel in die Städte mit Seehafen (Brügge, Antwerpen, Amsterdam, Hamburg) und Köln verlor seine wirtschaftliche Vormachtstellung.
Zu Beginn des 18. Jh. kam der Italiener Johann Maria Farina nach Köln und entwickelte ein neuartiges Parfüm: Eau de Cologne nannte er es. Weil das sündhaft teure Parfüm vielfach kopiert wurde, entwickelte sich Köln zu einer Parfüm-Stadt.

Das französische Köln (1794 – 1814) : 1794 besetzten die französischen Revolutionstruppen unter Napoleon Köln. Der Rat wurde aufgelöst, der Code Civil wurde eingeführt und Köln nach dem Vorbild der französischen Munizipalverwaltung regiert. Juden und Protestanten konnten nun das Bürgerrecht erwerben und durften in der Stadt Köln leben und arbeiten. Die Franzosen führten die Gewerbefreiheit ein. Durch die Säkularisation verlor die Kirche ihre Macht und ihren Besitz. In Köln wurden etwa 150 Kirchen und Kapellen abgerissen. Sammler wie Ferdinand Franz Wallraf und Alexander Schütgen sammelten viele kirchliche Werke und schenkten ihre Sammlungen später der Stadt Köln (Link auf WRM und Schnütgen Museum). Die Bestattungen erfolgten ab 1810 nicht mehr auf den Kirchhöfen in der Stadt Köln, sondern weit vor den Toren der Stadt auf dem Zentralfriedhof Melaten. Im Januar 1814 verließen die französischen Soldaten wegen der herannahenden preußischen Truppen die Stadt Köln.

Das preußische Köln (1814 – 1918) : 1815 teilte der Wiener Kongress das Rheinland den Preußen zu. 1816 ereichte das erste Dampfschiff die Stadt Köln - 1823 organisierte das „Festordnende Komitee“ den ersten Karnevalsumzug auf dem Neumarkt. 1831 wurde das Stapelrecht von 1259 aufgehoben - 1842 wurden die Arbeiten am Dom wieder aufgenommen, nachdem die Brüder Boisserée die mittelalterlichen Fassendenpläne in Darmstadt und in Paris wieder gefunden hatten. Außerdem hatet der preußische König Friedrich Wilhelm III. die Anfangsfinanzierung zugesagt. 1880 wurde der Kölner Dom – nach einer Baudauer von 632 Jahren – geweiht. 1859 wurde der Hauptbahnhof eingeweiht. Aufgrund der Säkularisierung gab es auf dem Kölner Stadtgebiet viele brachliegende Flächen und Ländereien. Mit der Industrialisierung fanden viele Unternehmer hier genügend Platz für ihre Betriebe. Die Arbeiter zogen bei einer Arbeitszeit von 84 Wochenstunden und keinem existierenden öffentlichen Nahverkehr in die Nähe der Industriebetriebe. Ende des 19. Jahrhunderts lebten auf der Fläche der einst mittelalterlichen Stadt fast viermal so viele Menschen( etwa 150.000). Der Rat beschloss die mittelalterliche Stadtmauer abzureißen und die Stadt durch die Neustadt systematisch zu erweitern. Die Anlage der Neustadt erfolgte unter dem Stadtplaner und Städtebauarchitekt Josef Stübben, der auch die Ringstraße als Prachtboulevard anlegen ließ. 1917 wurde Konrad Adenauer zum Oberbürgermeister der Stadt Köln gewählt.

Köln von 1918 bis heute : Mit dem Ende des 2. Weltkriegs versuchte Oberbürgermeister Konrad Adenauer durch die Neuansiedlung von Unternehmen die Wirtschaftskraft der Stadt zu stärken. Auf ihn geht die Gründung der Kölner Messe zurück, er holte die Ford-Werke nach Köln, er ließ den Inneren und den Äußeren Grüngürtel anlegen, er setzte sich für die Wiedereröffnung der Universität ein und er ließ das Fußballstation erreichten.
Nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler 1933 wurde Konrad Adenauer bald als Oberbürgermeister abgesetzt. In der Reichsprogrammnacht 1938 wurden die jüdischen Synagogen weitest gehend zerstört. Im Kölner Messegelände errichteten die Nationalsozialisten ein Konzentrationslager, das zu Buchenwald gehörte. Ab 1940/41 wurden hier Sinti, Roma, Juden und politische Gegner inhaftiert und in andere Konzentrationslager deportiert. Konrad Adenauer, der hier ebenfalls inhaftiert war, konnte fliehen und untertauchen. Nach dem Krieg gegen Polen wurden fehlende Arbeiter durch polnische Zwangsarbeiter ersetzt.
Ab Mai 1940 erlebte Köln Luftangriffe, im Mai 1942 wurde die Stadt – nach der Zerstörung von Canterbury durch die deutsche Luftwaffe - durch den „1000-Bomen-Angriff“ im Zentrum bereits erheblich durch die englische Luftwaffe zerstört. Im März 1945 wurde die Kölner Innenstadt durch Flächenbombardement bis zu 95 Prozent zerstört. Der Kölner Dom erlitt 14 schwere Bombentreffer, überstand die Bombardierung der Innenstadt aber verhältnismäßig gut.
Nach Ende des 2. Weltkriegs kehrte das Alltagsleben bald in die zerstörte Stadt zurück: Im Oktober 1945 spielte das Millowitsch-Theater wieder, im Dezember 1945 wurde die Kölner Universität wiedereröffnet. Die Stadt wurde sehr schnell wieder aufgebaut, allerdings wurden nur einige der wichtigsten historischen Gebäude wieder aufgebaut, so die zwölf romanische Kirchen, das Historische Rathaus und der Gürzenich.
Heute ist Köln eine Wirtschaftsmetropole im Westen des Landes. Ein wichtiger Arbeitgeber sind immer noch die Ford-Werke und die Messe. Köln hat sich aber auch auf dem Mediensektor mit dem größten europäischen Rundfunk WDR und dem größten deutschen Privatfernsehn RTL etabliert. Die Kölner Universität ist mit der Deutschen Sporthochschule und den Fachhochschulen eine der größten deutschen Universitätsstädte (etwa 90.000 Studierende). Auf der Fläche von etwa 400 km2 leben ca. eine Million Einwohner. Köln damit ist die viertgrößte Stadt in Deutschland.